Nach dem Besuch der Insel Hanö und auf dem Weg in den Schärengarten von Blekinge haben wir so richtig auf die Mütze gekriegt. Alles fing gut an mit gewohntem Sonnenschein und passendem Wind aus nordöstlichen Richtungen. Doch schon bald war uns klar, was mit der Biskaya Schwedens gemeint ist. Die Welle wurde steiler und steiler, der Wind kommt immer mehr von vorne. Wir müssen aufkreuzen, und das bei unangenehmer See und bis zu 24 Knoten Wind. Die Barbie knallt in die Wellen, die uns mächtig bremsen. Kein Spaß!
Wir schaffen es nicht bis Karlskrona, eine geschichtsträchtige und von der Marine beherrschte Stadt, und übernachten in einem kleinen Hafen auf der Insel Hasslö. Gleich am nächsten Morgen motoren wir innerhalb der Schären die restlichen acht Meilen gegen den Wind bis Karlskrona. Im Hafen begegnen wir einer großen Yacht (X 482) des DHH, ansonsten ist es weiterhin sehr leer.
Die Stadt liegt in einem schwer zugänglichen Schärengebiet, und es gibt bis heute U-Boot-Sperren, die sich unter Wasser befinden. Das Highlight ist der Besuch des außergewöhnlich guten Marinemuseums.

Eine interaktive Ausstellung und die Besichtigung eines echten U-Boots begeistern uns. Das geteerte Tauwerk können wir riechen, Originalgeräusche untermalen die Szenerien, die Atmosphäre im U-Boot ist beklemmend und erinnert an den Film „Das Boot“ mit Herbert Grönemeyer.
Wunderschön ist die Präsentation der Galionsfiguren in der lichtdurchfluteten Halle mit Blicken in die umgebende Schärenwelt.
Am nächsten Tag geht es weiter Richtung Kalmarsund. Der Wind hat sich gelegt, wir kreuzen aus der Schärenwelt und nehmen Kurs auf Sandhamn. Der alte Fischereihafen verbreitet eine besondere Stimmung. Im Café gibt es Live-Musik. Mit den Rädern entdecken wir ein einsames und unberührtes Naturschutzgebiet voller Vögel, Brutgebiete und unendlicher Stille.




Der kommende Tag wird einer dieser ganz besonders schönen Segeltage. Wir starten mit einem Kreuzschlag, wechseln durch eine Winddrehung auf den Spinnaker und laufen nach 42 Seemeilen mit Halbwind in den Hafen von Kalmar ein. Für die kommenden zwei Tage ist Dauerregen mit Sturm angesagt – die kalte Sophie kommt vorbei. Wir wollen uns nicht beschweren nach zwei wunderschönen Segelwochen bei purem Sonnenschein.



















Unser schwimmendes Zuhause ist eine X-312 von 1992 und heißt