adios y muchas gracias

Das wars. Vier Monate durch Südamerika sind fast vorbei. Vier Monate voller Abenteuer, neuer Freundschaften, besonderer Momente, unglaublicher Natur, harmonischer Zweisamkeit, anstrengender Straßen und Pisten, uneingeschränkter Freiheit, fast 17.000 gefahrener Kilometer, unzähliger Eindrücke und noch so viel mehr.

Unsere letzte Woche mit dem Bus bringt uns in vier Etappen 1.500 Kilometer zurück nach Buenos Aires. Und endlich wird es richtig warm. Dummerweise geht die Wärme einher mit dem Ausfall unserer Klimaanlage, sodaß die Rückfahrt eine schwitzige Angelegenheit wird.

Wieder reiht sich ein schöner Übernachtungsplatz an den anderen, die Landschaft verändert sich jedoch komplett. Nach den letzten Wochen im kalten Regenwald fahren wir nun wieder durch trockene Regionen, die später in landwirtschaftlich genutzte Flächen übergehen. Felder mit Millionen blühender Sonnenblumen leuchten im Sonnenschein. Seen ermöglichen uns eine Abkühlung in der Mittagspause und erinnern uns mit ihrer vielseitigen Vogelwelt an unser Segelrevier, die Ostsee. An einem Tag sehen wir fünf Störche und drei Eulen.


Im Nationalpark Lihue Calel lernen wir Gabi und Jürgen aus Franken kennen und verquatschen einen herrlichen Abend.

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Der beeindruckende Landcruiser von Jürgen und Gabi

Auf unserem Platz 25 Kilometer nördlich von Buenos Aires beim Wohnmobilvermieter Cris gibt es wieder einmal einen unvergesslichen internationalen Overlander-Abend. Wir lernen Jenny und Gavin aus England kennen, die insgesamt zwei Jahre mit ihrem Landrover unterwegs sind und von denen wir schon viel gehört haben. Hinzu kommen noch Melanie und ihre Männer aus Ontario/Canada, die gerade erst losfahren. Wir werden ein wenig wehmütig…

Die restlichen Tage in Buenos Aires füllen wir mit der Vorbereitung der Übergabe unseres Busses. Die Reparatur der Klimaanlage klappt in einer Fachwerkstatt perfekt. Was uns allerdings viel Zeit kostet ist die Beseitigung all des Staubes aus dem Bus. Zwischendurch gönnen wir uns zwei letzte ruhige Tage im Flussdelta nördlich der Stadt.


Der Abschied vom Bus fällt uns schwer. Auch wenn er nie ein Familienmitglied werden sollte, so ist er uns doch in den letzten Monaten sehr ans Herz gewachsen. Wir haben es ihm mit den Routen nicht immer leicht gemacht. Dennoch hat er uns treu durch Wälder und Flüsse, über Schotter- und Sandwege und viele Berge hoch und runter gefahren. Das Leben in ihm war ganz leicht, denn er hat uns die grenzenlose Freiheit, die wir so lieben, ermöglicht.

Zu Beginn der Reise scheint uns die Zeit endlos. Jetzt fragen wir uns, wo sie geblieben ist. Wir haben viel gesehen, vieles aber auch nicht. Irgendwann kommen wir wieder. Es war eine aufregende Zeit mit einer guten Länge für uns. Nun sind wir bereit für Abenteuer Nummer drei!

 

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