boliviamore

Bolivien holt uns raus aus unserem Tief und bringt uns tief in unser Glück. Was für ein Land!

Vom ersten Moment an gefällt es uns hier: Die Menschen sind nett und zugänglich, die Landschaften atemberaubend und die Städte quirlig und trotzdem entspannt.

Wir fahren auf 4.000 Meter Höhe und mich erwischt die Höhenkrankheit. Andi gehts blendend, japst allerdings auf Grund der dünnen Luft hier oben auch immer mal wieder. Er pflegt mich aufopferungsvoll, besorgt mir alle möglichen Medikamente und ist nah dran, mich Koka-Blätter-abhängig zu machen (die kaut hier jeder). Das Kauen von Koka-Blättern soll bei Höhenkrankheit helfen. Mir jedoch nicht. Aber egal, Bolivien ist einfach toll!

Unser Bus zieht uns zuverlässig die Berge hoch, hinter jeder Kurve erwarten uns neue Blicke, wechselnd zwischen tief einschneidenden Tälern, Canyons und endlosen Weiten.

Wir erreichen Potosi, die einst reichste Stadt des amerikanischen Kontinents und die nach La Paz höchstgelegene Großstadt der Welt (4.060 Meter). Ihren damaligen Reichtum verdankt sie ihren Silbermienen, die lange versiegt sind. Heute ist die Stadt alles andere als reich und auf den ersten Blick ein staubiges Nest. Wir erwandern Potosi und entdecken zahlreiche Qualitäten: bunte Märkte, köstliches Street-Food, stolze Kolonialbauten und lustige und zufrieden wirkende Menschen. Langsam werden wir sicherer, auch ohne große Spanisch-Kenntnisse. Wir verhandeln Preise und führen erste kleine Gespräche mit Hilfe der Google-Translater-App. Unser sicherer und ruhiger Stellplatz mit heißer Dusche auf einem Hotelparkplatz zieht viele Overlander an. Wir stehen hier mit drei Deutschen und einem Schweizer Wohnmobil.

 

Unser nächstes Highlight: Der mit 12.106 Quadratkilometern größte Salzsee der Welt in einer Höhe von 3.653 Metern, der Salar de Uyuni. Nachdem wir den Unterboden unseres Busses mit Altöl zum Schutz vor dem Salz haben präparieren lassen, fahren wir auf diese unendlich weite Salzfläche. Sie ist umgeben von 4.000 bis 5.000 Meter hohen Bergen und Vulkanen und bietet immer wieder neue Blicke und Perspektiven. Wir bleiben irgendwo im Nirgendwo stehen und genießen die perfekte Stille und schier unfassbare Weite. Ein magischer Ort! Die einsame und ruhige Nacht auf der Salzfläche bleibt unvergessen, ebenso Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Nach der Wärme des Tages wird die Nacht bitterkalt.

Es geht weiter mit neuen Begegnungen. Wir verbringen einen langen Abend mit Penny und Dane aus Kanada. Die zwei reisen ein Jahr von Vancouver bis Feuerland und haben einen Hund aus Mexiko mitgenommen.

In Uyuni holt mich auch meine jüngste Vergangenheit ein. Es geht um Züge. Hier gibt es nämlich einen Cemeterio de Treines, einen Zugfriedhof – mit Kesselwagen.

Nach diesen wunderbaren und unvergesslichen Erlebnissen in Bolivien zieht es uns südwärts nach Chile. Dort wartet der Pazifik!

2 Gedanken zu “boliviamore

  1. Anke Nagel

    Hallo Ihr Zwei, knackig geschrieben, und es werden bestimmt noch sehr viele unglaublich schöne Erlebnisse folgen, wenn der Anfang auch etwas holprig war. Lg Anke und Wolfgang

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