happy in Haapsalu

Wir fühlen uns wie Entdecker.

Nach der Nachtfahrt von Schweden aus hat uns Estland wirklich willkommen geheißen. Spiegelglattes  Wasser, Barbie schneidet mit ihrem Bug wie ein heißes Messer durch Butter und läuft wie auf Schienen unserem ersten Hafen in diesem für uns neuem Land entgegen: in Veere machen wir die Leinen fest. Abklatschen, Zähne putzen, Koje. In fünf Stunden haben wir einen Teil des fehlenden Schlafes nachgeholt und Lust, uns umzuschauen. Unser Hafenführer verspricht Wasser und Strom am Steg, ebenso Duschen und ein WLAN. Wir finden – nichts. Verfallener „Ostcharme“ ringsum. Die hohe Betonmauer mit den LKW-Reifen dran sah um 05.30h auch einladender aus. Wir beschließen, das Frühstück auf See einzunehmen und den Hafen zu wechseln – kann ja nur besser werden. Dachten wir.

Söru auf der Nachbarinsel Hiiumaa und Orissaare auf Saarema waren unsere nächsten Ziele. Gefunden haben wir unendliche Stille, sehr viel schöne Landschaft und sehr wenig Komfort, denn in keinem der Häfen gab es Wasser oder Duschen.

Ganz anders Haapsalu. Eine verträumte kleine Kurstadt mit netten Lokalen, hübschen bunten Holzhäusern und viel Wasser drumrum. Und im Hafen wurde nicht nur zu unseren Ehren die deutsche Flagge gehisst – es gab auch sehr heiße Duschen und ein WLAN. Hier gefällt es uns gut.

Nachsatz: Auf Hiiumaa waren wir übrigens mal wieder mit den Rädern rum, um noch etwas mehr von Land und Leuten aufzusaugen. Im Gepäck ein 10-Liter-Kanister, denn es sollte eine Automatentankstelle geben.

DSC_3288
Andi betankt sein Bike 😉

Klappt ausgezeichnet. Die Überraschung ist allerdings groß, als ich zwei Tage später eine Nachricht einer mir unbekannten Norwegerin bekomme, die meine Kreditkarte an der Zapfsäule gefunden und mich per Facebook ausfindig gemacht hatte! Am nächsten Tag kam sie mit ihren Freunden durch Haapsalu und brachte mir die Karte! An dieser Stelle nochmal meinen herzlichen Dank, Katz Ma!!

Das Revier hier ist genau so wie wir es lieben – spiegelglattes Wasser, geschützt durch die Inseln rundum. Aber leider auch momentan recht windarm, so dass wir immer mal wieder für mehrere Stunden motoren müssen. Janne und Hennig sind mit ihrer Asgard ein paar Tage hinter uns. Schön zu lesen, dass sie das Segeln hier ebenso empfinden.

Bislang ist uns aufgefallen, dass die Menschen hier sehr zurückhaltend sind; man sieht sie kaum lachen oder lächeln. Der Sinn, es sich selbst und anderen nett zu machen, erscheint uns im Vergleich zu Schweden eher gering ausgebildet. Nun sind wir gespannt auf Tallinn.

OK, der Hafenmeister hat alles versucht – zumindest im Herren-WC:

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Zwei Centerfolds – ich tippe auf 80er – 90er Jahre

Und wenn nix mehr hilft, machen wir´s uns halt selber nett:IMG_3296

 

3 Gedanken zu “happy in Haapsalu

  1. Kathrin

    Ihr lieben, ihr macht es euch doch echt nett, das könnt ihr wirklich besser als eure Gastgeber! Wir machen es uns grad nett in HH – leider mal wieder ohne euch 😉

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  2. Stephanie Krakau

    Wirklich ganz tolle Fotos die ihr von eurer Reise postet! Wir freuen uns mit euch und verfolgen eure Tour mit großem Interesse. Und fühlt ihr euch schon entspannter?
    Stephi + Axel 🤗

    Wir sind noch in München und fahren gleich nach Gargnano. FREU!!!!

    Gefällt 1 Person

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