warum

 

Seit 26 Jahren arbeiten wir angestellt. 30 Tage Urlaub im Jahr, höchstens drei Wochen am Stück. Aber dann bleibt schon nicht mehr so viel für den Rest des Jahres übrig. Bis zur Rente, und damit bis zur freien Verfügbarkeit der Zeit, dauert es noch eine gefühlte Ewigkeit. Wer weiß, ob wir das überhaupt erleben. Und wenn ja, wie?

Seit mindestens 20 Jahren träumen wir davon, ein Jahr zu reisen, mehr von der Welt zu sehen, einfach mal Zeit zu haben. Das „Morgen habe ich noch frei“-Gefühl, 365 mal hintereinander.

Wir haben immer wieder Ausreden dafür gefunden, in unseren Hamsterrädern weiterzulaufen. „Das macht mein Chef nicht mit“ ist ein beliebtes Zitat. Oder: „Und was ist, wenn Mama was passiert?“ Wir denken darüber nach was wir alles verpassen in einem ganzen Jahr Abwesenheit: die 25-Jahre-Abitur-Party, den Kölner Karneval, die Saison unseres geliebten BVB, die Parties zu mindestens sechs runden Geburtstagen, die Geburt von Anna und die Hochzeit zweier guter Freunde. Na und?

Endlich haben wir es geschafft, uns für ein Jahr zu verabschieden. Job ausgesetzt bzw. gekündigt, Wohnung vermietet. War garnicht so schwierig. Und allein die Vorfreude hat uns ein ganzes Jahr lang getragen.

2 Gedanken zu “warum

  1. Daniela

    Euer „Warum“ ist absolut nachvollziehbar. Es ist nur eure Entscheidung. Und für euch genau richtig. Euer Blog ist toll. Er strotzt vor Mut und Zuversicht. Alles liest sich leicht. Trotzdem merkt man die Arbeit dahinter. Hinter den Reisevorbereitungen, hinter dem Bloggen. Alles Gute für 365 unvergessen bleibende Tage.

    Gefällt 1 Person

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