hejhej Schweden!

Genau eine Woche sind wir jetzt unterwegs, und es gab keinen Tag ohne Sonne! Ganz im Gegenteil – die Sonnenstrahlen kitzeln uns morgens aus der Koje und verlassen uns erst nach dem Abendessen, und der Heizlüfter ist schon länger nicht mehr im Dauerlauf. Strahlendes Gelb kündigt die bevorstehende Blüte der Rapsfelder an, und das Land beginnt bereits nach Sommer zu riechen. IMG_3439.jpg

Wir wissen diesen unglaublich tollen Start wirklich sehr zu schätzen, denn wir hatten uns  für die ersten Wochen auf viel Wind, viel Grau und viel Kalt eingestellt. Danke für dieses Geschenk!

Der Tag nach Burgtiefe auf Fehmarn brachte uns über Gedser (mit den üblichen 25 Knoten Wind beim Anlaufen und Einparken), Barhöft (the place to be für Angler – zumindest am Vatertag) und zwei Tagen auf Hiddensee (zauberhaft, beschaulich, noch halbwegs leer und einfach ein bißchen stehengeblieben) dann heute mit einem langen Seetag nach Ystad in Schweden. Der Wind war perfekt (die beständige Ostwindlage sorgt für Hochdruck und wolkenlosen Himmel), der Segeltag hätte schöner nicht sein können.

 

Wir werden uns hier nicht lange aufhalten, denn in Ystad waren wir bereits vor einigen Jahren schon einmal eingeweht. Ab morgen beginnt für uns „Neuland“ – in der Hanöbucht werden wir in den nächsten Tagen unseren ersten Schären begegnen! Mal sehen, ob der Ostwind uns lässt! Insgesamt fühlt es sich immer noch an wie Urlaub, da unser Fokus momentan noch auf „Vorwärtskommen“ ausgerichtet ist. Wir sind gespannt, wann oder ob sich das ändert.

 

endlich unterwegs

Was lange währt… Nach einem Jahr Planung unserer Auszeit haben wir endlich die Leinen losgeworfen.

Was macht dieser Meilenstein mit uns? Sind wir ab heute nur noch tiefenentspannt? Bedeuten 365 Tage Freiheit, dass wir wirklich frei sind? Spüren und realisieren wir diese Freiheit? Was macht sie mit uns?

Wir stellen fest, dass Abhängigkeiten bleiben, die uns in unserer Freiheit einschränken. Beispielsweise beim Wetter. Die kommende Ostwindlage verhindert unser schnelles Fortkommen in Richtung Schweden.

Es gilt, damit umgehen zu lernen. Müssen wir immer schnell sein? Auch mal zwei oder drei oder sogar vier Tage irgendwo zu bleiben und damit zufrieden und glücklich zu sein ist eine der zahlreichen Möglichkeiten, die sich uns bieten. Unser Ziel ist es, das zu akzeptieren, was ist. Das ist momentan noch eine Herausforderung für uns nach 26 Jahren im Hamsterrad.

Heute haben wir mit der Entdeckung der Langsamkeit begonnen: Sieben Seemeilen von Orth auf Fehmarn nach Burgtiefe auf Fehmarn bei herrlichem Wind und Sonnenschein und anschließender ausführlicher Bootspflege am Nachmittag…

…mit verdienter Belohnung 😉

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